Ohne Angst zum Zahnarzt: So bereitest Du Dein Kind auf den ersten Termin vor

Viele Eltern kennen das: Der erste Zahnarzttermin für das eigene Kind steht an, und plötzlich ist da ein mulmiges Gefühl. Wird es weinen? Macht es den Mund überhaupt auf? Und was, wenn es danach nie wieder hingehen will? Oft sind es gar nicht die Kinder, die sich Sorgen machen, sondern wir Erwachsenen.

Die gute Nachricht: Kinder gehen meist ganz unbefangen an Neues heran. Ob der erste Besuch beim Zahnarzt ein gutes Erlebnis wird, hängt zu einem großen Teil davon ab, wie Du ihn vorbereitest und begleitest. Das lohnt sich, denn die ersten Erfahrungen prägen oft, wie entspannt jemand auch später als Erwachsener zur Kontrolle geht.

Früh anfangen: Wann der erste Besuch sinnvoll ist

Je früher Dein Kind die Zahnarztpraxis kennenlernt, desto selbstverständlicher wird sie für es. Der erste Besuch wird idealerweise nach dem Durchbruch des ersten Zahnes empfohlen, spätestens aber bis zum ersten Geburtstag. Dabei geht es noch nicht um eine Behandlung, sondern ums Ankommen: Dein Kind gewöhnt sich spielerisch an die Praxis, und Du bekommst eine Beratung zur Pflege der ersten Zähnchen. Spätestens mit drei Jahren sollte dann die erste umfassende Untersuchung folgen.

Regelmäßige Kontrollen von Anfang an haben einen großen Vorteil: Dein Kind lernt den Zahnarzt als ganz normalen Ort kennen, an dem nichts Schlimmes passiert. Kommt es erst, wenn schon etwas wehtut, ist der erste Eindruck oft ein ganz anderer.

Die richtigen Worte finden

Kinder hören sehr genau hin, auch wenn wir glauben, sie seien gerade mit etwas anderem beschäftigt. Sprich deshalb positiv und gelassen über den Termin. Erkläre einfach und ehrlich, was passiert: Die Zahnärztin schaut sich die Zähne an, zählt sie und putzt sie.

Wörter wie „Spritze“, „Bohren“ oder „wehtun“ lässt Du besser weg. Auch gut gemeinte Sätze wie „Du brauchst keine Angst zu haben“ oder „Es tut bestimmt nicht weh“ bringen Angst und Schmerz überhaupt erst ins Spiel. Und bitte nie mit dem Zahnarzt drohen, etwa wenn das Zähneputzen am Abend wieder zum Kampf wird. Sonst verbindet Dein Kind den Besuch mit Strafe.

Ein Kinderbuch zum Thema Zahnarzt kann helfen, damit Dein Kind schon vorher ein Bild davon hat, was es erwartet.

Zahnarzt spielen: Zuhause üben

Kinder verarbeiten Neues am besten im Spiel. Ein paar Tage vor dem Termin kannst Du mit Deinem Kind Zahnarzt spielen:

  • Rollen tauschen: Mal ist Dein Kind der Patient, mal die Zahnärztin, die bei Dir oder beim Lieblingskuscheltier die Zähne zählt.
  • Mund weit auf: Übt zusammen, den Mund groß aufzumachen und kurz offen zu halten. Ein kleiner Spiegel macht das Ganze noch spannender.
  • Zählen statt untersuchen: Mit der Zahnbürste die Zähne einzeln antippen und laut mitzählen.
  • Zurücklehnen üben: Sich auf dem Sofa hinlegen und an die Decke schauen, so wie später auf dem Behandlungsstuhl.

So wird aus dem Unbekannten etwas Vertrautes.

Den richtigen Zeitpunkt wählen und selbst ruhig bleiben

Ein müdes oder hungriges Kind hat wenig Geduld für Neues. Wähle deshalb eine Tageszeit, zu der Dein Kind ausgeschlafen und gut gelaunt ist. Bei vielen Kleinen ist das der Vormittag. Termine kurz vor dem Mittagsschlaf oder nach einem langen Kindergartentag sind eher ungünstig. Plane außerdem genug Zeit ein, damit Du mit Deinem Kind ohne Hektik ankommst.

Genauso wichtig bist Du selbst. Kinder spüren sehr fein, wenn Mama oder Papa angespannt sind. Wenn Du selbst ungern zum Zahnarzt gehst, ist das völlig verständlich. Versuche aber, Deine eigene Unsicherheit nicht auf Dein Kind zu übertragen. Manchmal hilft es, wenn der entspanntere Elternteil mitkommt. Und vielleicht ist der Termin Deines Kindes ein guter Anlass, Dich auch wieder um Deine eigenen Zähne zu kümmern.

Loben und belohnen

Nach dem Termin zählt vor allem eines: Lob. Sag Deinem Kind, wie mutig es war und wie toll es mitgemacht hat, auch wenn es vielleicht nicht jeden Moment geschafft hat, den Mund offen zu halten. Eine kleine Belohnung, etwa ein Ausflug auf den Spielplatz oder eine Extra-Geschichte am Abend, rundet das positive Erlebnis ab. Süßigkeiten sind als Belohnung nach dem Zahnarztbesuch natürlich nicht die beste Idee.

So arbeiten wir in der Praxis

In unserer Praxis in Pfalzen bei Bruneck begleiten wir auch die Kleinsten einfühlsam und spielerisch auf dem Weg zu gesunden Zähnen. Wir nehmen uns Zeit, erklären jeden Schritt in Ruhe und gehen sehr behutsam vor, damit Dein Kind den Besuch als positive Erfahrung erlebt.

Zu unserem Bereich Kinderzahnarzt gehören:

  • Regelmäßige Kontrollen, damit Veränderungen früh auffallen.
  • Putzschulungen, bei denen Kinder lernen, wie ihre Zähne richtig sauber werden.
  • Fissurenversiegelungen zum Schutz der Backenzähne vor Karies.
  • Fluoridierungen zur Stärkung des Zahnschmelzes.
  • Kindgerechte Füllungen, wenn doch einmal ein Loch entstanden ist.

Wir legen größten Wert auf eine möglichst sanfte und schonende Behandlung und setzen bei Bedarf schonende Betäubungsmethoden ein. Übrigens sind auch Milchzähne wichtig: Sie halten den Platz für die bleibenden Zähne frei und spielen eine entscheidende Rolle beim Sprechen und Kauen. Karies an Milchzähnen kann auch die Gesundheit der nachfolgenden Zähne beeinträchtigen. Deshalb lohnt sich gute Pflege von Anfang an.

Du möchtest Dein Kind zum ersten Mal bei uns vorstellen oder hast vorher noch Fragen? Buche den Termin direkt online oder melde Dich per Telefon oder WhatsApp. Alle Kontaktmöglichkeiten findest Du auf unserer Kontaktseite. Und falls Du selbst mit Zahnarztangst zu kämpfen hast: Der erste Kontakt ist auf Wunsch auch anonym möglich. Wir freuen uns auf Dich und Dein Kind, ob aus Pfalzen, Bruneck oder dem ganzen Pustertal.

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