Allein der Gedanke an das Bohrgeräusch, an das Liegen im Behandlungsstuhl oder an das Gefühl, ausgeliefert zu sein, reicht bei vielen Menschen, um den nächsten Zahnarzttermin immer weiter aufzuschieben. Wenn es Dir so geht: Du bist damit nicht allein, und es ist nichts, wofür Du Dich schämen musst.
Die gute Nachricht ist, dass es heute verschiedene Wege gibt, eine Zahnbehandlung deutlich entspannter zu erleben. In unserer Praxis in Pfalzen bei Bruneck bieten wir dafür drei Möglichkeiten an: Lachgas, Dämmerschlaf (Analgosedierung) und Vollnarkose.
Doch wie fühlt sich das jeweils an? Und was bedeutet es für Deinen Behandlungstag? Hier bekommst Du einen ruhigen Überblick, damit Du gut vorbereitet in das Gespräch mit uns gehen kannst.
Lachgas: entspannt, aber wach
Lachgas atmest Du über eine kleine Maske an der Nase ein. Nach kurzer Zeit stellt sich bei den meisten Menschen ein Gefühl von Leichtigkeit und Gelassenheit ein. Manche beschreiben es als angenehme Wärme oder ein leichtes Schweben. Du bleibst dabei wach, kannst sprechen und auf Fragen reagieren, aber die Behandlung rückt gefühlt in den Hintergrund.
Lachgas wirkt schnell und klingt nach der Behandlung meist rasch wieder ab. Gegen Schmerzen wird in der Regel zusätzlich örtlich betäubt. Lachgas kommt oft für Menschen mit leichter bis mittlerer Anspannung und für kürzere Behandlungen in Frage.
Dämmerschlaf: wie ein tiefes Dösen
Beim Dämmerschlaf, fachlich Analgosedierung, bekommst Du beruhigende und schmerzlindernde Medikamente, meist über eine Vene. Du gleitest in einen Zustand tiefer Entspannung, ähnlich einem Dösen. Du atmest selbstständig und bist grundsätzlich ansprechbar, bekommst vom Geschehen aber oft nur wenig mit. Viele Menschen erinnern sich hinterher kaum an die Behandlung.
Der Dämmerschlaf kommt häufig bei ausgeprägter Zahnarztangst oder bei längeren Eingriffen in Frage, zum Beispiel wenn mehrere Zähne in einer Sitzung behandelt werden sollen.
Vollnarkose: Du schläfst während der ganzen Behandlung
Bei einer Vollnarkose schläfst Du tief und fest. Du spürst und erlebst von der Behandlung nichts und wachst erst danach wieder auf. Das kann sinnvoll sein bei sehr starker Angst, bei umfangreichen Sanierungen oder wenn andere Methoden für Dich nicht in Frage kommen.
Eine Vollnarkose ist ein größerer medizinischer Schritt als Lachgas oder Dämmerschlaf. Sie wird deshalb sorgfältig vorbereitet, zum Beispiel mit Fragen zu Deiner Gesundheit, zu Vorerkrankungen und Medikamenten. Nach dem Aufwachen brauchst Du etwas Zeit, bis Du wieder ganz bei Dir bist.
Worauf Du achten solltest
Egal für welche Methode Du Dich entscheidest, ein paar Punkte helfen Dir, gut durch den Behandlungstag zu kommen:
- Begleitperson: Nach Dämmerschlaf oder Vollnarkose brauchst Du jemanden, der Dich abholt und nach Hause bringt. Plane am besten eine vertraute Person ein, die auch noch eine Weile bei Dir bleiben kann.
- Nicht selbst fahren: Nach Dämmerschlaf oder Vollnarkose bitte für den Rest des Tages kein Auto, Motorrad oder Fahrrad fahren und keine Maschinen bedienen. Auch nach Lachgas besprechen wir mit Dir, ab wann Du wieder fahren kannst.
- Essen und Trinken: Ob und wie lange Du vorher nüchtern bleiben solltest, hängt von der Methode ab. Die genauen Anweisungen bekommst Du von uns. Halte Dich bitte daran und frag nach, wenn etwas unklar ist.
- Gesundheit und Medikamente: Erzähl uns offen von Vorerkrankungen, einer möglichen Schwangerschaft und allen Medikamenten, die Du nimmst. Am einfachsten bringst Du Deinen Medikamentenplan mit.
- Ruhe einplanen: Gönn Dir nach dem Termin einen ruhigen Tag und triff keine wichtigen Entscheidungen, solange Du Dich noch benommen fühlst.
Welche Methode passt zu Dir?
Darauf gibt es keine Antwort von der Stange. Welche Methode für Dich in Frage kommt, hängt von mehreren Dingen ab: wie stark Deine Angst ist, wie umfangreich die Behandlung wird, wie es um Deine allgemeine Gesundheit steht und was sich für Dich gut anfühlt.
Deshalb entscheiden wir das nie über Deinen Kopf hinweg. Im Vorgespräch nimmt sich Dr. Jule Hirte Zeit für Deine Fragen, erklärt Dir Vor- und Nachteile und wählt gemeinsam mit Dir die Methode aus, die am besten zu Dir passt. Und manchmal merkst Du im Gespräch, dass Du weniger brauchst, als Du gedacht hast.
So arbeiten wir in der Praxis
Für Menschen mit Zahnarztangst arbeiten wir nach unserer 3-T-Methode, die Dich in drei behutsamen Schritten begleitet:
- Erster Termin: Du lernst Dr. Jule Hirte in ruhiger Atmosphäre kennen, in einem beruhigenden Ambiente ohne Zahnarztstuhl. Ihr sprecht über Deine Ängste und Fragen. Mit einem 3D-Röntgenbild erfassen wir den Zustand Deiner Zähne und erstellen gemeinsam einen ersten Plan, ganz ohne Druck.
- Zweiter Termin: Wenn Du bereit bist, findet die Behandlung mit Lachgas, im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose statt, in unserer Praxis oder in der Brixsana.
- Dritter Termin: Es folgen die Nachkontrolle oder das Einsetzen Deines endgültigen Zahnersatzes. Dafür ist meist keine Sedierung mehr nötig.
Auch bei anderen Eingriffen, etwa einer Weisheitszahnentfernung, ist eine Behandlung im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose bei Bedarf möglich.
Du musst heute noch nichts entscheiden. Melde Dich einfach so, wie es für Dich angenehm ist: per Telefon, E-Mail oder WhatsApp, auf Wunsch auch anonym. Oder buche Deinen Termin direkt online. Ob Du aus Bruneck, Pfalzen oder dem übrigen Pustertal kommst: Wir nehmen uns Zeit für Dich. Alle Kontaktmöglichkeiten findest Du auf unserer Kontaktseite.



